Neuhaus & Partner Steuerberatung

Verringerung der Erbschaftsteuer

Mittlerweile neigt der Gesetzgeber dazu, seinen Gesetzen möglichst unaussprechliche Bezeichnungen zu verleihen. So zum Beispiel mit dem jüngst verabschiedeten AmthilfeRLUmsG. Mit diesem so unförmig harmlos daherkommenden Gesetz wird auf gar nicht harmlose Weise das Erbschaftsteuergesetz weiter verschärft.

Insbesondere wird für Unternehmen das schädliche Verwaltungsvermögen noch ausufernder definiert. Steuerbefreiungen werden nicht mehr gewährt, wenn aus Sicht der Politik zuviel Finanzmittel im Unternehmen vorgehalten werden. Aber auch, wenn Grundstücke nicht eigenbetrieblich genutzt werden.

Die gute Nachricht ist hingegen, dass auch zukünftig erhebliche Steuerminimierungen durch frühzeitige Testaments- und Nachfolgegestaltungen möglich sind. Dabei wird die richtige Rechtsform für Unternehmen, die Anzahl der Mitarbeiter oder die Berücksichtigung des schädlichen Verwaltungsvermögens zunehmend bedeutsam. So kann häufig beispielsweise die Aufteilung auf zwei Unternehmensteile schon wesentliche Probleme lösen.

Jede Gestaltung ist natürlich individuell. Durch frühzeitiges Handeln können aber Strukturen geschaffen werden, die das erarbeitete Vermögen vor dem Zugriff des Staats schützen. Und das betrifft nicht nur den Unternehmensbereich. Auch eheliche Güterstandsklauseln und deren Veränderungen können erhebliches Steuersparpotential freisetzen, wenn man sie intelligent in eine zukunftsweisende Gestaltung einbaut.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass häufig ohne Grund das Thema Vermögensnachfolgeplanung auf die lange Bank geschoben wird. Demgegenüber gibt es kaum einen Bereich, in dem so effektiv Steuern durch vorausschauende Planung vermieden und erarbeitetes Vermögen geschützt werden kann. Insofern sollte jeder Unternehmer oder vermögende Ehepartner sehr frühzeitig mit einem ausgewiesenen Steuerfachmann dieses Thema durchplanen.